Chabaud

Chabaud ist eine französische Nischenduftmarke aus Montpellier, die seit dem Jahr 2002 sowohl Eaux de Parfum und Eaux de Toilette als auch Raumdüfte und Kerzen herstellt.

 

In Montpellier hat Parfumherstellung eine große Tradition und eben daher hat sich auch Chabaud der traditionellen französischen Parfümerie verschrieben. So werden auch nur Produkte aus Frankreich verwendet und bei der Auswahl der Inhaltsstoffe wird ein großes Augenmerk auf hohe Qualität gelegt.

 

Das familiengeführte Unternehmen hat es sich zum Ziel gemacht, Parfums herzustellen, die Geschichten erzählen, Träume heraufbeschwören und Sehnsüchte greifbar werden lassen. Vor allem Kindheitserinnerungen spielen eine große Rolle, da durch olfaktorische Reisen in die Vergangenheit auch ein Heraufbeschwören der in der Kindheit empfundenen Leichtigkeit, Geborgenheit, Begeisterungsfähigkeit und des damals gefühlten Glücks gelingen soll.

 


Chic et Bohème

(Copyright Chabaud)
(Copyright Chabaud)

Auch wenn wir Frauen es nicht immer gerne zugeben: Wir beneiden insgeheim die Französinnen. Dieses Aussehen, dieser Stil, einfach genial. Sehr authentisch, klassisch, aber doch modebewusst, nie zu viel und nie zu wenig. Man hat immer das Gefühl, als würde sie vor einem Date nicht ewig vor dem Kleiderschrank stehen und Stunden im Bad verbringen. Stattdessen ist da eine Leichtigkeit, die man einfach nicht imitieren kann. Gute Basics, ein paar modische Accessoires, nie zu sexy, aber auch nie zu verklemmt. Und vor allem: Einfach wunderschön!

 

Doch bevor ich noch weiter abschweife, ein paar Worte zum Duft selbst: Er startet mit einem zitrischen Hauch, der schon sehr schnell wieder verschwindet. Orangenblüte und Jasmin dominieren den Duft. Jasmin ist hier nicht allzu opulent, sondern sehr sommerlich interpretiert, ohne dass er jedoch banal wird. Eine wirklich animalische Komponente kann ich nicht feststellen, sieht man vom dem Jasmin stets eigenen, häufig als erotisch empfundenen Geruch ab.

 

Auch empfinde ich ihn nicht als zu kühl, sondern stets als angenehm frisch und auch für hohe Temperaturen überaus passend. Schön komponiert, doch nicht zu klassisch, nicht die Nase fordernd, sondern angenehm straight, elegant, aber gleichzeitig auch frech.

 

Die Basis ist nicht allzu süß, dafür aber angenehm weich. Sie tritt nie so weit zum Vorschein, dass sie den Duft übernehmen würde, sondern zeigt sich nur dem, dem es gestattet ist, ganz nahe an den Stellen, an denen das Parfum aufgesprüht wurde, zu riechen.

 

Je öfter ich das Parfum trage, desto besser gefällt es mir. Und genau das ist der Punkt: Chic et Bohème will getragen und nicht getestet werden. Einfach großzügig aufsprühen und raus aus der Wohnung. Egal, was der Tag bringen mag, der Duft wird dafür passen. Ob eine gemütliche Zeit mit einer Freundin oder ein nettes Rendezvous. Für nichts zu viel und nicht zu wenig. Auch in der Arbeit nicht unpassend. Ein wenig unkonventionell, doch nicht zu sehr Avantgarde. Ein immer passendes Accessoire, das nie zu modern und nie zu altmodisch wirken wird.

 

Es wurde hier schon zitiert „Sophie Chabaud widmet diesen Duft ihrer Tochter sowie allen anderen Mädchen, damit sie sich in ihm wiederfinden können. Zartheit, Frische und Unschuld treffen in dieser Kreation auf ungebundenen Chic, frei von Konventionen, immer aber exquisit und stilbewusst.“ Erst wunderte mich dies, da dieser Duft doch verführerisches Potential hat, wenngleich er eigensinnig ist. Doch mittlerweile denke ich, dass es eine Erinnerung an die Tochter sein soll, die Leichtigkeit des Lebens nicht zu verlieren. Sich nicht immer Gedanken zu machen, sondern zu leben und dabei sich selbst treu zu bleiben.

 

Denn seien wir uns einmal ehrlich: Wie wichtig ist das Outfit bei einem Date? Wird der Mann wirklich schwach, nur weil wir Schuhe mit unglaublich hohen Absätzen tragen (und wenn ja, wollen wir dann wirklich diesen Mann?!?), oder dann, wenn er sieht, dass wir nicht allzu kompliziert sind, dass wir unseren Stil haben und uns in dem, was wir tragen, wohl fühlen?

 

Wenn ich ein Bild zu diesem Parfum wählen müsste, dann dieses: Anstatt in ein Restaurant zu gehen, ein Luxus-Picknick zu veranstalten. Im Grünen Lachs und Kaviar mit Plastikbesteck genießen. Schick gekleidet auf einer Decke liegen. Die unbequemen Schuhe schon längst ausgezogen haben und barfuß durch die Wiese laufen. Es genießen, dass man vom Partner nicht durch einen großen Restauranttisch getrennt wird, dass man ihm ganz nahe sein kann.

 

Kein ständiges Analysieren, sondern ein Genießen. Kein „Das hätte ich jetzt nicht essen sollen“, sondern ein Genießen. Kein „Das ist mir zu kindisch“, sondern ein Genießen. Und eben dabei sowie damit beweisen, dass man wirklich Stil hat, ihn nicht nur vorspielt.

 

Auch in diesem Sinne: Ja, Chic et Bohème ist unisex. Warum sollen Männer nicht nach Jasmin und Orangenblüten riechen wollen? Dass Teile der Gesellschaft vielleicht ein anderes Bild davon, wie ein Mann zu riechen hat, haben, ist klar. Doch warum sich Gedanken machen, was wer denken könnte? Viel lieber das Parfum genießen und fertig. Ob Mann oder Frau, jung oder alt, ganz egal. Aufsprühen und sich nicht über alles Gedanken machen, sondern lieber das Schöne im Leben genießen. Aufrecht und mit einem Lächeln durch das Leben zu schreiten. Ganz unverkrampft.

 

 

Lait Concentré

(Copyright Chabaud)
(Copyright Chabaud)

Lait Concentré ist für mich im engeren Sinne eigentlich nicht tragbar. Denn ja, es riecht nach Kondensmilch. Eigentlich riecht es genau so, wie es in der offiziellen Duftpyramide angegeben ist. Milch, Kokosnuss und Karamell. Kokosnuss aber nicht im Sinne von Kokosflocken oder gesüßter Kokosnuss, sondern nach frischer Kokosnuss, die kaum nach etwas riecht, sondern nur ein cremiges Gefühl eines Geruchs von sich gibt. Kondensmilch eben.

 

Jetzt kann man sich natürlich fragen: Will man nach Kondensmilch riechen?  

 

Wie soeben erwähnt: Lait Concentré ist realistischer, als es viele andere Gourmands sind. Eigentlich ist dies bei allen Lait-Düften von Chabaud der Fall. Sie riechen genau so, wie es ihr Name erahnen lässt. Und doch ist man immer wieder überrascht, wie genau der Geruch getroffen wurde. Hierbei ist auch nichts dabei, welches den Geruch ein wenig mehr wie ein Parfum scheinen lässt, sondern es riecht wirklich nur nach Essen. Ohne zusätzliche Noten. Haltbarkeit ist mittelmäßig, Sillage ebenfalls. Dies mag verwundern, da Gourmands sich meist durch eine großartige Haltbarkeit auszeichnen, doch verhindert es in diesem Fall, dass der Essensgeruch zu penetrant wird, einen erschlägt.

 

Der Duft mag auf den ersten Blick, abgesehen von Haltbarkeit und Sillage, ein wenig plump wirken, da jegliche Feinheit fehlt. Er ist nicht wirklich ausbalanciert, es gibt kein Gegengewicht zum Süßen, nichts. Aber dies soll ja auch nicht so sein. Es soll ja wirklich nur an Kondensmilch und die damit verbundenen Süßspeisen erinnern und somit Erinnerungen heraufbeschwören. Gezuckerte Kondensmilch, die man sich auf ein Brot streichen kann. Diverse Süßspeisen.

 

Eines gelingt Lait Concentré jedoch wirklich perfekt. Hat man als Kind Kondensmilch genossen und hatte man immer Freude über eine Süßspeise, die mit ihr zubereitet worden war, so ruft Lait Concentré ganz automatisch diese Erinnerung ab. Das unbeschwerte Gefühl damals. Die Freude, dass etwas gekocht worden war, was man besonders gerne mochte. Die Sorglosigkeit der Kindheit, die Unbeschwertheit. Aber dennoch – irgendwie nicht tragbar.

 

Doch muss man sich eingestehen, dass auch so manches Kleidungsstück, welches man im Kasten hat, ebenfalls nicht tragbar ist. Hosen, die man nur anzieht, wenn man das Haus nicht verlässt, sondern einen Tag alleine auf der Couch oder vor dem Fernseher verbringt. Meist mit einem zu kindischen oder nicht allzu hübschen Muster, doch kuschelig. Oder zumindest so alt, dass man genügend Erinnerungen mit ihnen verbindet. Dass man weiß, durch wie viele nicht so schöne Situationen sie einem schon geholfen haben.

 

Ebenso T-Shirts, die so weit und schlabbrig sind, dass man zweimal hineinpassen würde. Die man eigentlich nie aus dem Kasten nimmt, außer man will sich unbedingt in jenes einkuscheln, weil man weiß, dass es gut tut. T-Shirts, die früher bei Liebeskummer so manche Träne getrocknet haben, aus denen aus diesem Grund auch schon so manche Mascara-Flecken entfernt werden mussten.

 

Kleidung mit kindischen Motiven, mit Tiermotiven, mit irgendwelchen Sprüchen. Ganz egal, solange es einem zum Lachen bringt. Ein Sweatshirt mit Disney-Aufdruck für kalte Tage, ein T-Shirt der Rockband, welche man  in der Pubertät ganz besonders liebte. Etwas, das man sich während des ersten Auslandsaufenthaltes ohne Eltern gekauft hat und durch das häufige Waschen schon gänzlich die Form verloren hat. Ganz egal.

 

Wie man auch Kleidung braucht, mit welcher man nicht mehr das Haus verlassen kann, doch die für einen da ist, so braucht man auch ein Parfum für solche Gelegenheiten. Und eben solch eines kann man in der Lait-Serie von Chabaud finden. Egal, welche Kindheitserinnerungen man hat, eines der Parfums wird sie heraufbeschwören. Und wenn man dies will, wenn man dies genießen kann, wenn man sich diese Art von Eskapismus wünscht, greift man zu diesem. Und genießt es. Für sich.

 

Lait de Biscuit

(Copyright Chabaud)
(Copyright Chabaud)

Jeder Mensch hat andere Erinnerungen an seine Kindheit. Daher: Kindheitserinnerungen in Duftform - kann dies gelingen? Kann es eine Parfumeurin schaffen, einen an die eigene Kindheit zu erinnern, wenngleich sie diese nicht kennt? Wenngleich sie eine ganz andere hatte?

 

Nun, Frau Chabaud nimmt sich jedenfalls ihre Kindheitserinnerungen als Inspiration für ihre Parfums. Mit folgendem Ergebnis:

 

Für die Kopfnote von Lait de Biscuit sind „Gourmandnoten“ angegeben – und hinter diesen verbirgt sich so ziemlich alles an Keksen, Löffelbiskuits, Sandkuchen etc, was man sich vorstellen kann. Waffeln, Madeleines, Butterkekse, ganz egal. Dieses Gefühl, das heraufbeschworen wird, wenn man eine Packung Kekse öffnet, wenn man frischen Kuchen riecht, eine noch heiße Waffel bekommt. Genau das ist es, was diese unbestimmbare Keks-Kuchen-Gebäck-Note heraufbeschwört.

 

Bald kommt Karamell dazu, wobei die Keks-Noten noch nicht verschwinden. Es ist vor allem Karamell mit viel Sahne, sehr weich, klebrig. So, wie Werther’s Sahnebonbons der Werbung nach schmecken müssten. Oder auch die Werther’s Bonbons zum Kauen, jedoch statt Schokolade als Füllung mit Vanille innen.

 

Denn eben Vanille liefert die Basis, ist immer ein wenig präsent, gegen Ende fast ausschließlich, ohne jedoch zu quietschig zu werden.

 

Da es sich um ein EdT handelt, wird man von dieser Kreation nicht erschlagen, und der Duft kann auch bei etwas wärmeren Temperaturen problemlos getragen werden. Sillage ist eben daher eher mittelmäßig, Haltbarkeit auch im mittleren Bereich, was ich jedoch als sehr angenehm empfinde, da ich nicht gerne stundenlang nach Essen dufte.

 

Wenn Parfumeure von Kindheitserinnerungen sprechen, die sie mit ihren Düften heraufbeschwören möchten, so erfährt man als Verbrauer zwar stets, welche Assoziationen sie damit verbinden, hat jedoch nur selten eben diese. Daher kann man sich nur "Oh wie nett" denken, wird jedoch nur in den seltensten Fällen dies nachvollziehen können, wird nur in den seltensten Fällen eben solche Assoziationen mit dem Duft haben.

 

Sophie Chabaud, die 3 ihrer Düfte auch Kindheitserinnerungen gewidmet hat, geht einen anderen Weg. Sie greift auf Momente zurück, die man kennt – entweder aus dem eigenen Leben oder als Motiv aus Filmen, Büchern etc.

 

Jeder Moment des Duftverlaufs ist viel zu kitschig, als dass man ihn wirklich so in der Kindheit so erlebt haben könnte. Es sind verklärte Erinnerungen oder Bilder, die man eben kennt. Eine perfekte Familie und eine perfekte Kindheit. Doch gab es ja auch die Momente, die real waren. Die Freude über einen Keks. Der Genuss beim Naschen. Kein Denken daran, dass das eigentlich ungesund ist. Eine Welt, in der Kalorien für einen noch nicht existierten. Oder auch nur der wundervolle Duft, den es in der Bäckerei hatte, wenn gerade die Brioches aus dem Ofen kamen.

 

Egal, welche Kindheitserinnerungen man hat, Sophie Chabaud greift auf so allgemeine Bilder zurück, dass sie wohl bei jedem funktionieren. Sogleich stellt sich ein behagliches Gefühl ein und man füllt sich eingehüllt. Vielleicht weniger Erinnerungen an die eigene Kindheit, sondern vielmehr ein "So soll Kindheit riechen".

 

Gourmand-Düfte müssen für mich wirklich nicht sein, wenngleich ich diesen angenehm finde. Doch irgendwie will ich nicht nach Essen zu riechen, wenn ich das Haus verlasse. Am Abend und nur für mich, das finde ich sehr schön, aber sonst möchte ich sie nicht tragen. Jedoch gebe ich zu: Solche Gerüche beruhigen. Vermitteln eine Sicherheit. Und bringen einen zum Lächeln.

 

Lumière de Venise

(Copyright Chabaud)
(Copyright Chabaud)

Von welcher Stadt dieses Parfum inspiriert wurde, wird schon im Titel klar. Venedig. Tagsüber herrscht in dieser Stadt ein buntes Treiben, auf den Kanälen gleiten viele Gondeln dahin und man ist in einer Welt wischen Märchen und Wirklichkeit gefangen, zwischen Morbidität und Lebensfreude. Das Wissen, dass nicht sicher ist, ob Venedig einmal untergehen wird, die surreale Schönheit der Palazzi und auch die vielen Masken machen es unmöglich, all das Treiben als ganz real anzusehen.

 

Nachts ändert sich der Charakter der Stadt. Der Mondschein, der leise zwischen den Palazzi durchdringt und auch in den Kanälen flackernd sich spiegelt. Vereinzelt gleiten Gondeln durch die kleinen Seitenkanäle und man kann nicht anders, als die Szenerie mit Schweigen wahrzunehmen und von einem Schauer erfasst zu werden.

 

Eben diese nächtlichen Lichter, aber auch die Erinnerungen an das bunte Treiben tagsüber, sind es, die hier transportiert werden sollen. Ein hoher Anspruch, aber ich kann vorwegnehmen: Chabaud wird ihm mehr als gerecht.

 

Zu Beginn ist es durch die zitrischen Noten von Bergamotte und Grapefruit charakterisiert, die jedoch nicht zu spritzig, sondern schön reif und auf eine angenehme Art auch ruhig sind. Dann folgt ein wunderschönes Blumenbouquet, wobei Jasmin und Rose im Vordergrund stehen. Die Rose übt sich in edler Zurückhaltung, präsentiert sich adelig und auf eine geheimnisvolle Art distanziert. Jasmin ist hier nicht überbordend, sondern leicht und mädchenhaft, beinahe unbeschwert. Dazu kommt noch das Veilchen mit leicht pudrigen Aspekten. Für mich hat das Veilchen immer auch den Hauch des Morbiden an sich und eben daher passt es wunderbar für einen Duft, der Venedig in der Nacht einfangen soll. Ich sehe vor mir schwarze Gondeln, die durch die Kanäle gleiten, und sowohl ein wenig an den Tod, doch auch gleichzeitig an versteckte Leidenschaften erinnern.

 

Alles ruht auf einer Basis aus weichem Sandelholz und warmen Patchouli-Aspekten. Dazu noch ein Hauch von Vanille und Tonkabohne, einfach angenehm. Nicht zu süss, sondern umarmend und umfangend. Wie ein Cape.

 

Zwei Dinge sind es, die mir bei dem Parfum besonders gut gefallen. Zum einen ist es wie eine zweite Haut. Es legt sich um einen, umgibt einen und scheint wirklich mit einem zu verschmelzen. Dieses Gefühl habe ich bei Parfums nicht oft, aber hier ist es definitiv vorhanden. Zum anderen hat er etwas ungemein Anziehendes an sich. Nicht offensichtlich, aber doch so, dass man nicht davon loskommt. Man will immer wieder daran riechen, führt die Nase zum Handgelenk. Trägt man ihn tagsüber, fällt auf, dass Arbeitskollegen öfters vorbeikommen, um etwas zu besprechen, anstatt anzurufen. Ob dies nur ein Zufall ist? Möglich, aber ich glaube nicht daran. Diese subtile Art von geheimnisvoller Attraktivität ist für mich möglicherweise das charakteristischste Merkmal dieses Parfums.

 

Meine erste Assoziation zu dem Parfum war das Gedicht «Venedig» von Nietzsche, da es die Gefühle, die dieses Parfum auslöst, perfekt wiedergibt:

 

An der Brücke stand

Jüngst ich in brauner Nacht.

Fernher kam Gesang:

Goldener Tropfen quoll's

Über die zitternde Fläche weg.

Gondeln, Lichter, Musik -

Trunken schwamm's in die Dämmrung hinaus ...

 

Meine Seele, ein Saitenspiel,

Sang sich, unsichtbar berührt,

Heimlich ein Gondellied dazu,

Zitternd vor bunter Seligkeit.

- Hörte jemand ihr zu? ...

 

Man ist zwar in Venedig, doch abseits vom Trubel. Ein sehr ruhiger Moment, geprägt von Intimität. Ruhe, Sicherheit und doch auch ein gewisses Schaudern. Viel schöner kann man eine Hommage an solch eine wundervolle Stadt in Parfumform kaum gestalten.


Kommentare: 0