Wo man Parfum aufsprühen kann

Eigentlich scheint dieses Thema viel zu simpel zu sein, um sich damit zu beschäftigen. Denn klar – man kann Parfum überall aufsprühen. Zwar empfiehlt es sich nicht, auch Haustiere damit einzusprühen, da man dann schnell mal der Tierquälerei verdächtigt werden könnte (und Goldfische ohnehin so eine schlechte Hautchemie aufweisen, dass das Testen von Parfums auf ihnen mühsam ist) und auch Kinder sollte man damit verschonen, doch sonst sind der

Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Doch da es so viele Möglichkeiten gibt, widme ich auch einem Artikel diesem Thema. Vielleicht bringt er ja so manchen auf die eine oder andere neue Idee.

 

Testen

Papierstreifen: Verfälschen den Duft leider manchmal ziemlich stark, aber gut, um einen ersten Eindruck zu bekommen, in welche Richtung es geht.

 

Weingläser: Perfekt, um die Entwicklung eines Parfums zu verfolgen. Zur genauen Analyse eines Dufts perfekt. Nur sehr unpraktisch, diese in die Parfümerie mitzunehmen, um dort testen zu können.

 

Parfumfächer: Sieht vor allem toll aus. Und das Gefühl, sich einen Duft zuzufächern, das hat was. Zudem kann man gut abschätzen, welcher Hauch auf andere zuweht, wenn man an ihnen vorbeirauscht.

 

Glasstäbe/Keramikchips: Beides gut, um den Duft zu analysieren, aber das Testerlebnis bekommt für mich einen gewissen synthetischen Faktor, den ich nicht allzu gerne mag.

 

Duftbändchen: Ein Satinband mit dem Parfum einsprühen und um das Handgelenk binden. Der Duft begleitet einen damit den ganzen Tag, ohne sich allzu stark zu entwickeln, doch gleichzeitig ist ein Ablegen gut möglich. Auch ideal, wenn Kinder einmal ein Parfum testen wollen, aber man sie nicht

einsprühen will.

 

Handgelenk: Ein Hauttest ist bekanntlich unumgänglich, wenn man ein Parfum wirklich testen möchte. Das Handgelenk empfiehlt sich, da man leicht daran riechen kann und eine gute Duftentwicklung möglich ist. Alternativ ist auch die Armbeuge ein Ort, wo eben diese Entwicklung ebenfalls abläuft.

 

Handrücken: Eine etwas langsamere Entwicklung als auf dem Handgelenk, aber auch sehr schön. Zu Testzwecken ist mir der Handrücken fast lieber, da man mehr Zeit hat, den Duft zu geniessen und besonders Kopf- und Herznote meiner Meinung nach ein wenig besser wahrnehmen kann. 

 

Tragen

Kleidung: Eine langsamere, aber manchmal beinahe schönere Entwicklung als auf der Haut. Zudem kann man den Duft am Abend ausziehen. Auf Kaschmirpullovern oder ähnlichen Dingen ist die Haltbarkeit jedoch beinahe beängstigend, sodass wochenlanges Lüften, das Tragen desselben Parfums mit demselben Kleidungsstück oder eine gründliche Reinigung notwendig werden kann.

 

Foulard/Halstuch: Ideal für Menschen, die Parfums wirklich nur stundenweise tragen und es problemlos ablegen können wollen. Zudem ist es viel einfacher, immer wieder das gleiche Tuch mit dem gleichen Parfum zu tragen, als dies bei Kleidungsstücken der Fall ist.

 

Haut: Man soll bekanntlich Parfum dort aufsprühen, wo man geküsst werden will. In einem gewissen Rahmen ein guter Tipp, wenn man nicht

allzu weit geht…

 

Handgelenk: Wunderbar, um tagsüber selbst immer wieder an seinem Parfum riechen zu können. Sowohl, um zu entspannen, den schrecklichen Duft der Umgebung auszublenden oder einfach nur zu geniessen.

 

Hals: Ein ganz klassischer Ort, aufgrund der guten Durchblutung gibt es auch eine tolle Entwicklung.

 

Nacken: Wie der Hals, nur mit dem deutlichen Vorteil, dass es eine Spur sinnlicher ist, wenn man eine andere Person daran riechen lässt.

 

Dekolleté: Fällt in die Kategorie «Wo man geküsst werden will», doch mit dem tollen Zusatz, dass man im Laufe des Tages auch immer wieder gut sein eigenes Parfum wahrnehmen kann, wenn es einem quasi direkt in die Nase steigt.

 

Haare: Geniale Haltbarkeit. Es gibt spezielle Düfte für die Haare, weil ja Parfums Alkohol enthalten und dieser die Haare austrocknen kann. Aber solange man es nicht übertreibt und seine Haare ordentlich pflegt, stellt dies kein ernsthaftes Problem dar und Parfum für die Haare ist nicht notwendig.

 

Sonstiges

Keramik: Es gibt spezielle Keramik-Plättchen, die man mit Parfum einsprühen kann und die den Duft über relativ lange Zeit unverändert «halten». Ideal, um sie in Schubladen zu legen und seine Wäsche ganz dezent mit dem Lieblingsparfum einzuduften.

 

Familie/Freunde/Kollegen: Andere Leute mit Parfum einsprühen, um die Sillage zu testen, ist natürlich auch eine Möglichkeit. Oder weil das Parfum etwas beinhaltet, was man an sich nicht mag. Oder weil das Parfum für einen zu männlich/weiblich/mädchenhaft/was auch immer ist. Oder einfach nur, um einer anderen Person auch einmal eine Freude zu machen, weil man weiss, dass ihr der Duft gut stehen würde.


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